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Abbildung: Orgel -
Bei der Orgel in der Kirchlintler Kirche handelt es sich um das Rückpositiv der Scherer-Orgel aus der abgebrochenen Nicolai-Kirche in Stade. Dieser Teil einer großen Orgel wurde
1835 erworben und nach einigen Umbauten durch den Verdener Orgelbauer Tappe am 28. Februar 1836 geweiht. Der reich mit Ornamenten geschmückte Renaissance-Prospekt aus dem Jahre 1587 wurde erhalten.
Da der technische Zustand der Orgel sich in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sehr verschlechterte, wurde ein Neubau mit dem Orgelbauer Johann Hinrich Röver unter Beibehaltung des historischen Prospektes vereinbart; die Orgel erhielt zwei Manuale und ein selbständiges Pedal. Außerdem wurde der Spieltisch umgestellt.
Nach dem 2. Weltkrieg waren sowohl im klanglichen als auch im technischen Bereich Schäden aufgetreten. Die Göttinger Orgelbaufirma Paul Ott hat 1963/1964 den Plan des Orgelrevisors A. Hoppe realisiert, einen Neubau mit einer an Scherer anlehnende Disposition:
MANUAL I
Hohlflöte 8’
Prinzipal 4’
Nasat 2 2/3
Oktave 2’
Mixtur 3-fach
MANUAL II
Holzgedackt 8’
Rohrflöte 4’
Waldflöte 2’
Sesquialtera 2-fach
Scharf 2-3 fach
Regal 8’
PEDAL
Subbaß 16’
Oktave 8’
Oktave 4’
Rauschpfeife 3-fach
Dulzian 16’
Trompete 8’
Außerdem verfügt die Orgel über einen Zimbelstern und über eine Manualkoppel.
Der Orgelbauer Martin Haspelmath (Walsrode) hat 1992 durch die Rekonstruktion des Diskantprinzipals dem Manualwerk die ursprüngliche Basis wieder gegeben. In dem nun wieder klingenden Prospekt befinden sich nicht nur Pfeifen von Hans Scherer sondern auch von Arp Schnitger, der 1677 nachweislich in St. Nicolai in Stade Arbeiten am Prospekt vorgenommen hatte. Diese letzte Umbaumaßnahme hat sowohl im klanglichen als auch im optischen Bereich zu einer Rückgewinnung der früheren Strukturen geführt.
Ein Foto von der Orgel sowie weitere Informationen über die Orgel können durch Öffnen der beiden nächsten Dateien angesehen werden.
orgel.pdf [1.874 KB]
orgel1.pdf [1.771 KB]